Während unseres Urlaubs in Ungarn, unternehmen wir einen Ausflug an den Klein-Balaton. Nach einem gescheiterten Versuch den Pirol zu fotografieren, setzen wir uns auf eine Bank, um den schönen Nachmittag ausklingen zu lassen. Kaum sitzen wir, raschelt es im Schilf. Klar! Drosselrohrsänger? Schilfrohrsänger? Aber der Laut, den wir hören, lässt eher einen Schwan vermuten. Über kleine Schwäne würden wir uns riesig freuen, also halten wir unsere Kameras bereit. Das Licht der Sonne taucht das grüne Wasser in einen goldenen Schimmer. Es sieht wirklich märchenhaft aus, als ein Schwan um die Ecke geschwommen kommt. Erst etwas schüchtern, dann ein wenig mit Tempo, so dass wir uns fragen, ob es nicht doch Kleine gibt und er nicht gleich Stress macht. Wir beschließen sitzen zu bleiben und uns ruhig zu verhalten. Das scheint unser Schwan zu mögen, denn er gesellt sich in aller Ruhe zu uns, kaum 2 Meter entfernt. Während er anfängt sich ausgiebig seiner Federpflege zu widmen, haben wir mit unseren Teleobjektiven teilweise sogar „Probleme“ ihn bildfüllend zu fotografieren. So entstehen wunderschöne Detailaufnahmen, wie wir sie selten zu sehen bekommen. Dabei können wir sehen, dass er beringt ist. Am Ende unternimmt er noch erste Übungen an einem spärlich begonnenem Nest. Das Interesse scheint aber nicht allzu groß zu sein. So entspannt, wie er kam, ist er auch wieder davon geschwommen.

Dies ist ein wunderbares Beispiel von „Sanftem Birding“, woran wir uns halten.

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