In einem Friedhof gibt es viele unterschiedliche Nischen, mit entsprechenden Vögeln. Das tolle daran ist, dass sie gut an Menschen gewöhnt sind. Sie sind also nicht so schreckhaft, wie sonst und wenn man behutsam ist, kommt man relativ nah ran und kann tolle Fotos machen. Man muss sich einfach nur auf eine Bank setzen und kurz warten. In der Zwischenzeit hält man ein Pläuschchen mit einem älteren Menschen und erfährt so z.B. Interessantes über die frühere Vogelwelt. Einer der ersten Vögel, der sich zeigt, ist die Amsel. Sie fühlt sich am wohlsten auf und zwischen den Gräbern, denn da gibt es die besten Würmer. Schlimm, dass es sogar auf einem Friedhof Leute gibt, die ein Netz über das Grab legen, damit ja kein Vogel ein paar Blumen zerstört!!! So etwas macht mich wirklich traurig, geht es hier doch nicht um Kirschen, oder Ähnliches. Und auch da wäre meine Devise, ich teile mit meinem Vogelfreund, frisst er doch die Raupen vom Baum, sodass mir mehr Kirschen bleiben. Ist doch eine win-win Situation! Der Mensch hat immer noch viel zu lernen.

Einer der zutraulichsten Vögel ist das Rotkehlchen. Die meisten Menschen denken da wohl eher an den Haussperling. Leider ist der Haussperling aber mittlerweile so selten geworden, dass ich auch in unserem Garten beobachten kann, wie schreckhaft und empfindlich sie reagieren, wenn ich z.B. eine plötzliche Bewegung mache. Das Rotkehlchen ist da entspannter. Es sitzt da und checkt erstmal die Lage , bevor es einem in die Augen schaut und einfach nur guckt. Wenn es ihm dann doch zu bunt ist, fliegt es in sein Versteck oder etwas weiter weg. Während ein Rotkehlchen wie Master Shifu ist, ist ein Haussperling, wie Po, der Panda (eine Anspielung auf den Film Kung Fu Panda ). Während der eine die Ruhe selbst ist, ist der andere wie ein Flummiball.

In den meisten Friedhöfen gibt es große, alte Bäume unterschiedlicher Art. Häufig sind diese mit Moosen und Flechten bewachsen, ideal für Vögel, wie Kleiber, Waldbaumläufer, Blaumeisen und Kohlmeisen, die mit ihren Schnäbeln darin rumstochern, um Kleingetier oder herabgefallene Samen zu finden.

Finkenarten, wie Grünfink, Buchfink und Kernbeißer fühlen sich ebenfalls wohl, da sie ihre bevorzugten Samen finden.

Ein weiterer Klassiker ist die Ringeltauben

Bei der großen Anzahl an Vögeln, gibt es auch Prädatoren wie Krähen und Sperber.

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