Das Fotografieren von Vögeln ist speziell und es ist auch „härter zu verdienen“, als andere Arten der Fotografie, wie z.B. der Portraitfotografie.

Fotografiert man etwa Menschen oder Gegenstände so hat man vieles selbst in der Hand, wie z.B. Hintergrund und Licht. Man setzt sein Modell in Szene und kann auch für dessen Wohlbefinden sorgen, falls nötig. Aber vor allem ist man der Aktive, der sich bewegt und mit seiner Kamera so nah an sein Modell kann, wie dieses es zulässt.

Bei Vögeln ist vieles davon nicht möglich. Sie fliegen nämlich davon. Nicht gut. Wir haben relativ schnell gemerkt, dass dieses Losfliegen als letzter Stress-Akt zu deuten ist und mit vielen Nachteilen für diese verbunden ist, wie z.B.:

  • Energieverlust
  • Unterbrechung essenzieller Verhaltensweisen, wie Nahrungssuche, Ausruhen, Balz, etc.
  • erhöhtes Risiko, Fressfeinde nicht rechtzeitig wahrzunehmen
  • im schlimmsten Falle Brutaufgabe und Verlust der Nachkommenschaft

Ein Vogel der weg ist, kann weder beobachtet, noch fotografiert werden.

Wir haben uns bei daher für ethisches Fotografieren entschieden, auch wenn das für uns bedeutet, nicht immer die „Mega-Nah-Fotos“ nach Hause zu bringen, wie das bei vielen Naturfotografen auf Internetseiten zu sehen ist. Aber 1. gibt das unsere Ausrüstung nicht her, 2. verwenden wir keinerlei Hilfsmittel, die Vögel schaden“ und 3. übergehen wir keine Naturschutzbestimmungen. Und wir haben gemerkt, dass unsere besten Fotos entstehen, wenn, wir uns ruhig an einen Ort in der Natur setzen und leise beobachten. Meist kommen die Vögel dann von alleine näher. Wir möchten unsere Art des Vögel Beobachtens und Fotografierens „Sanftes Birding“ nennen. Von Begriffen, wie „achtsames“ oder „mindful“ birding möchten wir uns abgrenzen.

Wer sich näher mit dem Thema Ethik in der Naturfotografie beschäftigen möchte, empfehlen wir folgende Artikel (die Texte sind in Englisch, bei Bedarf nutzt bitte die Übersetzungsfunktion eures Browsers):

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